26.11.2017 16.00 Uhr

Noch 29cm - zu Fuß und ohne Geld durch Deutschland

eine Lesung mit Sabine Marthiensen an einem Advendsnachmittag

Auf einer Firmenveranstaltung wird Sabine Marthiensen bewusst, dass sie irgendwie in ihrem Leben feststeckt. Anhand eines Maßbandes, das ihre Lebensjahre symbolisiert, offenbart sich ihr, dass ihr theoretisch nur noch 29 Jahre zum Leben bleiben. Zu wenig, um es zu verschwenden. Also beschließt sie, ihr Leben zu ändern und begibt sich auf eine ungewisse Reise, die ihr letztendlich neuen Mut und auch den Sinn für ihr Leben zurückgibt. Sie legt den langen Weg von Oberstdorf nach Flensburg ohne Geld zurück. Angst vor dem Unbekannten, schmerzende Füße und die Wildnis bringen sie dabei an ihre Grenzen. Aber die Erfahrungen und die Hilfsbereitschaft, die sie auf ihrer Reise erlebt, wiegen alles wieder auf. Ein Buch über das Leben und die Menschlichkeit. Welcher Mensch du bist, entscheidest du immer selbst. Sabine Marthiensen hat für sich die Antwort gefunden. In diesem Buch lässt sie den Leser an ihren Erfahrungen auf ihrer Reise durch Deutschland eindrucksvoll teilhaben.

Auszug aus ihrem Buch....

Tag11

Himmel nochmal! - Wie kann man mit weit über hundert bequemen und unsportlichen Kilo Lebendgewicht auf die Idee kommen, einmal der Länge nach durch Deutschland rennen zu wollen? Ich bin schon ein paar Tage unterwegs und man hatte mir doch versichert, dass nach einiger Zeit der Quälerei alles besser wird: Der krumme Rücken, die lahmen Beine und vor allem die blasenübersäten Füße!

Aber nix da - meine Füße entwickeln sich immer mehr zu einer Katastrophe und ich traue mich noch nicht einmal, so richtig `rumzuheulen und zu jammern ... entweder lacht man mich dann aus oder es heißt: Beiß` doch endlich mal die Zähne zusammen - du wolltest es doch so. Also entscheide ich mich für letzteres … denn was ich überhaupt nicht hören will, ist: »Höre auf deinen Körper, achte auf die Warnsignale und beende diese Aktion endlich.«

Es ist der 11. Tag meiner »Reise«, es geht mir nicht gut und eigentlich könnte jetzt der Zeitpunkt sein, an dem ich selbst sage: »Es reicht. Das tue ich mir nicht mehr an.« Wozu auch? Es geht nicht mehr, ich habe Schmerzen - den Weg, den ich eigentlich geplant hatte, habe ich schon längst verlassen, die Art und Weise wie ich gehen wollte, habe ich nur ansatzweise hinbekommen und überhaupt: Es ist bisher nichts so gekommen, wie ich es geplant oder mir gedacht hatte. Ich schaffe es einfach nicht ...

... doch seltsamerweise kommen mir diese Gedanken überhaupt nicht in den Sinn.

Lesung mit der Autorin in der Lebensbogen Gemeinschaft!

Wann: 26.11.17 um 16.00h; unser Café Helfensteine bietet selbstgemachten Kuchen und diverse Getränke in Bio- Qualität

Eintritt: auf Spendenbasis

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